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NPD mobilisiert gegen Deutsch-Afrikaner

Eintragsdatum: 2009-08-12Quelle: AGST

Die Thüringer NPD nutzt erwartungsgemäß ein pseudo-multikulturelles Wahlplakat der CDU für rassistische Propaganda. Ihr Ziel: Das rassistische Wählerpotenzial in Thüringen auszuschöpfen. Dabei handelt es sich um eine nicht geringe Anzahl der CDU-Wähler_innen. Für die CDU könnte der "Schuss" nach hinten losgehen.

Zeca Schall heißt der in Angola geborene Mann, den die CDU neben Dieter Althaus und anderen Grinsebacken auf Wahlplakaten für den Thüringenwahlkampf abgebildet hat. Der Mann lebt in Hildburghausen, ist dort CDU-Mitglied und sitzt im Kreistag. Außerdem bekleidet er das Amt des Integrationsbeauftragten, was in der CDU quasi bezahltes Nichtstun bedeutet. Die Abschiebepartei ist dafür verantwortlich, dass in Thüringen und bundesweit täglich Menschen in die Folter, den Hunger oder den Tod abgeschoben werden.

Mit Zeca Schall wird hier ein Mann im Namen der CDU instrumentalisiert und als Vorzeigeobjekt für die Pseudo-Offenheit der nationalistischen und rassistischen Partei benutzt. Das wusste wohl auch Martin Debes, Journalist der eher konservativen Thüringer Allgemeine. In einem Interview fragte er Schall ob er sich in einer Partei, die Integrationspolitik quasi täglich praktisch ablehnt, nicht instrumentalisiert fühle. Schall verneinte, wirkte aber unbeholfen. Auch auf die desaströsen Zustände im Flüchtlingslager Katzhütte angesprochen versuchte sich Schall herauszuwinden.

Eine Partei in Thüringen übertrifft die CDU in ihrer Menschenfeindlichkeit, ihrem Rassismus und Nationalismus noch, die NPD. Diese witterte nun ihre Chance jenes rassistische Wählerpotenzial, was der CDU die Treue hält, abzuwerben. So ließen sich Funktionäre mit dem angesprochenen Plakat fotografieren. Auf ihrer Homepage fordert die NPD nun die Abschiebung Schalls, propagiert offenen Rassismus und mobilisiert nach Hildburghausen um "das direkte Gespräch mit dem CDU-Quotenneger Zeca Schall [zu] suchen". Jenen etwa 24,4 Prozent der Thüringer, die laut einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung ausländerfeindlich gesinnt sind, wird es gefallen. Ein beachtlicher Teil dieser dürfte bisher die CDU gewählt haben. Mindestens 5 Prozent dieser Menschenfeinde muss die NPD mobilisieren, um am 30. August in den Thüringer Landtag einzuziehen.

Im Ilm-Kreis entlud sich an einem Plakat auf der Landstraße zwischen Liebenstein und Plaue schon der Hass auf alles Fremde. Dort malten Neonazis Zeca Schall weiß und schrieben "Heimreise statt Einreise" auf das Plakat. (AGST berichtete)
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