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Bundestagswahl: Thüringer NPD mit Stimmverlusten

Eintragsdatum: 2009-10-02Quelle: AGST

Deutschlandweit liegt die Thüringer NPD zwar an dritter Stelle im Bundesländervergleich, hinter Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern, wo die NPD ja bereits im Landtag sitzt, im Vergleich zu den vorhergehenden Wahlen verlor sie allerdings einige tausend Stimmen. Auch das Stimmergebnis der Republikaner ging drastisch zurück.

Drittstärkstes Ergebnis in Thüringen

Bundesweit lag die NPD bei 1,5 Prozent (2005: 1,6%), die DVU bei 0,1 Prozent, die Republikaner bei 0,4 Prozent (2005: 0,6%) der Zweitstimmen. Insgesamt votierten also 874.835 Menschen bundesweit für eine faschistische Partei. Im Osten sind jene Parteien traditionell etwas stärker, im besonderen die NPD:

NPD-Ergebnis nach Bundesländern:

Sachsen: 4,0 %
Mecklenburg-Vorpommern: 3,3 %
Thüringen: 3,2 %
Brandenburg: 2,8 %
Sachsen-Anhalt: 2,2 %
Berlin: 1,6 %
Saarland: 1,3 %
Bayern: 1,3 %
Rheinland-Pfalz: 1,2 %
Niedersachsen: 1,2 %
Bremen: 1,1 %
Hessen: 1,1 %
Baden-Württemberg: 1,1 %
Schleswig-Holstein: 1,0 %
Nordrhein-Westfalen: 1,0 %
Hamburg: 0,9 %


Massive Stimmverluste in Thüringen



Etwa 13.400 Wähler_innen verlor die NPD im Vergleich zur Bundestagswahl 2005. Ca. 5800 sind sind es im Vergleich zur Landtagswahl noch vor einem Monat. Auch wenn die Thüringer NPD im Bundestrend der faschistischen Partei noch ganz ordentlich liegt. Von ihrem mittelfristigen Ziel, dem Sprung über die 5-Prozenthürde in Thüringen, ist sie noch weit entfernt. Weitere Details und Vergleiche könnt ihr oben stehender Grafik entnehmen.



Die "Hochburgen" der NPD in Thüringen liegen, wie schon zur diesjährigen Landtagswahl, in den eher ländlich geprägten Landkreisen Saalfeld-Rudolstadt, Altenburger Land, Sömmerda und Wartburgkreis. Über ein geringeres Wählerpotenzial verfügt die NPD traditionell in den freien Kreisstädten Weimar, Jena, Erfurt und Suhl. Einzige Ausnahme bildet hier die freie Kreisstadt Eisenach, in der die NPD durch ihre festen Strukturen vor Ort gut verankert zu sein scheint. Interessant ist auch das geringere Potenzial der NPD im Eichsfeld, dem einzigen katholischen Landkreis im sonst protestantischen Thüringen.

Schwacher Bundestagswahlkampf

Das schwächere Abschneiden der NPD zur Bundestagswahl ist für die Partei ein weiterer Rückschlag. Mitunter ist es wohl auch zurückzuführen auf den kaum betriebenen Bundestagswahlkampf (AGST berichtete). Die Partei zeigt nach dem für sie enttäuschenden Ergebnis zur Landtagswahl erste Lähmungserscheinungen, die auf parteiinterne Machtkämpfe hindeuten. Die Thüringer NPD war schon vor der Landtagswahl tief gespalten und zerstritten. Nachdem nun der sicher geglaubte Landtagseinzug und somit eine eingeplante und wichtige Geldquelle abhanden kam, werden die "Putschisten" in der Partei wieder aufleben.
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